
WHU hat Akzente gesetzt für den IGEK#
Im November 2022 fand der Prozess zur Erarbeitung des Integrierten GemeindeEntwicklungsKonzepts (IGEK) seinen Abschluss. In den einzelnen Handlungsfeldern des IGEK haben Workshops mit Bürgern ebenso wie mit den Kommunalpolitikern stattgefunden. Dabei hat die WHU Beiträge eingebracht, welche der Lebensqualität in Henstedt-Ulzburg zuträglich wären. Wir harren noch der Umsetzung, aber wenn es losgeht, werden wir darauf achten. Dazu gibt es auch heute noch eine Infoseite auf der Website der Gemeinde.
Diese zeigt verschiedene Handlungsfelder auf, die auch in einzelnen Workshops diskutiert wurden.
Wichtig zu erwähnen sind die Konfliktblitze: Angedacht war ein fraktionsübergreifender Beschluss. Zweifellos ein zu bevorzugendes Ergebnis für eine “Gemeindestrategie”.
Aber einige Fraktionen wollten gerne neue große Baugebiete auf der grünen Wiese vorsehen, die WHU vertritt jedoch die Auffassung, dass wir maximal noch eine Innenverdichtung durchführen können und dann ist die verfügbare Siedlungsfläche im Gemeindegebiet vollgebaut. Angesichts des Klimawandels, der mittlerweile nun wirklich kein Hirngespinst mehr ist, müssen wir an unseren Grünzügen zwischen der Bebauung ebenso wie am Freihalten des Aussenbereichs festhalten. Sonst werden die Sommer der Zukunft unerträglich.
Wir haben darauf bestanden, dass mit Blitz-Symbolen auf dem Kartenmaterial in den Ergebnisdokumenten dokumentiert wird, dass es zu diesen großen Flächen und deren Bebauung keinen Konsens gab außer “dass wir uns einig darin waren, hierbei uneinig zu sein”. Das ist auch OK und vermeidet erstmal den Eindruck, alle inkl. der WHU hätten weiteren Neubaugebieten im IGEK zugestimmt.
Bei dem entsprechenden Handlungsfeld haben wir vorgeschlagen, wie die bauliche Verdichtung im Innenbereich (also dem Gebiet, welches heute schon bebaut ist) aussehen könnte. Einigkeit bestand bei der Sichtweise, dass wir keine weitere Bebauung mit Einzel-, Doppel- oder Reihenhäusern mehr zulassen sollten, denn diese machen 90% des Gebäudebestandes bei uns aus. Stattdessen ist Geschoßwohnungsbau gefragt. Aber natürlich keine seelenlosen Tranbantenstädte, sondern auch hier Gebäude, die sich schlüssig in den Bestand einfügen. Solche Gebäudegrößen können z.B. in der Straße Trögenölk betrachtet werden.
Beim Handlungsfeld Verkehr sprechen wir uns für den Beibehalt des verstärkten Busverkehrs aus, insbesondere für HVV Hop (die kleinen PKW-artigen Fahrzeuge), da hiermit auch die tiefe Fläche der ausgedehnten Wohngebiete bedient werden kann. Dies ist recht teuer für die Kommune, aber eine Nutzungsgewohnheit muss sich erst einstellen. In Deutschland besteht eine Affinität, ca. alle vier Jahre ein anderes Auto zu kaufen. Damit kann der ÖPNV nur in diesem Intervall dazu überzeugen, es erstmal mit Bus und Bahn zu versuchen. Steht das neue Auto erstmal vor der Tür, wird es auch genutzt. Dann ist der ÖPNV zunächst ausgeblendet. Das wollen wir ändern, um den Stau auf unseren Straßen zu reduzieren.